Dieses Labor beschäftigt sich mit dem Thema der Interaktion mit VR Inhalten mit einem Fokus auf die auditive Ebene. Von intuitiver Sprachsteuerung über die Lenkung der Aufmerksamkeit in einer VR Experience bis hin zu interaktiven Soundscapes sollen Anwendungsmöglichkeiten erforscht und praktisch erprobt werden.

Erstes Labortreffen am 27. Januar 2017

In der konstituierenden Sitzung des Labors fanden wir uns zunächst zu einem allgemeinen Gedankenaustausch zusammen. In der individuellen Vorstellung der Teilnehmenden stellten diese auch bereits ihre zentralen Interessen und Forschungsfragen zu dem Thema des Labors dar. Es stellte sich schnell heraus, dass es für die konkrete Planung eines gemeinsamen Projekts zu früh war, da das Bedürfnis nach Gedanken- und Informationsaustausch deutlich im Vordergrund stand, dies wurde sicher auch durch die heterogene Struktur der insgesamt 18 Teilnehmenden bedingt. In der Abschlussrunde dieses Treffens konnten wir dann aber erfolgreich Themen und Handlungsfelder für dieses Labor identifizieren, welche als Vorlage für das nächste Treffen am 03.03.2017 niedergeschrieben wurden.

Zweites Labortreffen am 3. März 2017

Folgende Handlungs- und Themenfelder der Laborgruppe wurden identifiziert:

Identität und Repräsentation

  • Wer bin ich in der VR? Frage nach der eigenen Rolle innerhalb der VR. Bedingt Agency, Identität und Interaktion
  • Repräsentation der eigenen Person
  • Repräsentation von anderen Personen

Fragen der Interaktion mit VR

  • Interaktion durch Sprache
  • Haptik in VR
  • Intuitive Steuerung
  • Handsteuerung
  • Tracked Objects
  • Smellphone / O-Phone und Electronic Lollypop

Gestalterische Fragen

  • Bewegung: Sprungpunkte vs. Realismus
  • Rolle der Kamera und Perspektive

Einstiegshürde der Hardware

  • Hygiene
  • Zeitfaktoren (Auf/Absetzen)

Aspekte der Produktion

  • Verknüpfung mit Daten von Außerhalb
  • Production Pipeline 360°/CGI/Interaktion

Ethische Aspekte

Nächste Schritte
Die Laborgruppe hat sich entschlossen im Rahmen des Innovationsforums VR eine Sammlung von Best Practices und Informationsquellen zu den genannten Handlungs- und Themenfeldern anzulegen. Dazu wird im ersten Schritt dieses Vorhaben in das Innovationsforum kommuniziert und das Labor für alle Interessierten geöffnet.
Im zweiten Schritt wird eine Mailingliste eröffnet und eine geeignete Plattform für die gemeinsame Arbeit gefunden, dies kann ein Wiki oder ähnliches sein. Die Ergebnisse der Laborgruppe sollen dann in geeigneter Form frei zugänglich gemacht werden.

Fokussierung des Labors auf die auditive Ebene am 24. März 2017

Nach vielen angeregten Gesprächen und Diskussionen innerhalb des Labors „Interaction in VR“ konnten vielfältige Themenfelder identifiziert werden. Gleichzeitig entstand aber auch der Wunsch nach konkreten Anwendungsmöglichkeiten, um diese Themen nicht nur zu diskutieren, sondern auch in Prototypen und Projektentwürfe übersetzen zu können. Da die identifizierten Themenfelder sehr weitgefasst und umfänglich sind, scheint uns eine Schwerpunktsetzung sinnvoll.

Daher möchten wir von nun an neben der Sammlung von Best Practices für die Interaktion mit VR-Inhalten den Anwendungsfokus des Labors auf die auditive Ebene richten. Wir laden Sie herzlich dazu ein, dieses Labor aktiv mitzugestalten. Zudem werden wir auch gezielt Akteure aus diesem Bereich ansprechen und in das Labor „Audio-Interaction in VR“ einladen.

Drittes Labortreffen am 7. April 2017

Teilnehmende: UdK Berlin, INVR, Innovationsforum VR Babelsberg

Zuerst haben wir uns über die Fokussierung des Labors auf die auditive Ebene ausgetauscht. Dies fand allgemeinen Zuspruch, der Austausch über Best-Practices soll aber auf alle Fälle beibehalten werden.
Mit dem Virtuellen Konzerthaus Berlin haben wir jetzt auch einen Neuzugang im Labor, leider konnte an diesem Treffen noch niemand aus dieser Einrichtung teilnehmen. Es gab daher bisher nur ein telefonisches Vorgespräch, welches von Sylvius Lack wiedergegeben wurde. Das Virtuelle Konzerthaus Berlin ist ein Projekt des Konzerthauses Berlin in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). In dieser Kooperation sind bereits VR Anwendungen entwickelt worden und Erfahrungen gesammelt worden. Es besteht von Seiten des Virtuellen Konzerthauses Interesse an weiteren Projekten. Zwei konkrete Ideen wurden genannt: Einen Menschen ein virtuelles Orchester dirigieren zu lassen und ein Orchester während einer Aufführung zu durchlaufen und dabei auch die klanglichen Veränderungen wahrnehmen zu können.

Beide Projektvorschläge trafen auf großes Interesse und wurden diskutiert. Wichtig war hierbei der vielfältige Input von Christian Möller von INVR, welcher dem Labor als Coach zur Verfügung stand. Erörtert wurden die Bedeutung von Sound in einer VR Experience sowie die Wechselwirkung von dem realen und virtuellen Raum aus der Perspektive der Rezipienten. Die Diskussion drehte sich hierbei auch um die Gestaltung des Übergangs von dem realen in den virtuellen Raum als wichtige Komponente für die gesamte Wirkung der Erfahrung.

Nächste Schritte:

  • Am 12.04.2017 trifft sich Sylvius Lack mit der Leitung des virtuellen Konzerthauses. Besprochen werden die beiden Projekte und die produktionstechnischen Rahmenbedingungen.
  • Von Seiten der Laborteilnehmer werden drei Termine für ein Labortreffen mit Vertretern des Virtuellen Konzerthauses angeboten: 19.04.2017, 09:00 oder 16:00 Uhr oder 21.04.2017, 09:00 Uhr.
  • Die Laborteilnehmer schicken eine Übersicht über ihre Interessen und Kompetenzen in Bezug auf die vorgeschlagenen Projekte an den Laborkoordinator Sylvius Lack
  • Von Sylvius Lack werden weitere potentielle Laborteilnehmer angesprochen

2 Comments

  1. Teilnehmerin des Labors
    2. März 2017

    Das sind wirklich spannende Fragen, ich hoffe wir können diese morgen konkretisieren und in Richtung einer konkreten Anwendung weiter arbeiten.

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  2. Teilnehmer
    23. März 2017

    Wer spontan noch Zeit hat, dem würde ich einen Besuch auf der CeBIT empfehlen. Die Zahl an Ausstellern, die sich mit VR/AR Anwendungen auseinandersetzen ist im Vergleich zum letzten Jahr extrem gestiegen. Es sind wirklich spannende Sachen dabei.

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